Donnerstag 25.05.2017 - 03:08 Uhr

Bildung


WDR 6 Bildung
"Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit."
 
Wer die Wahrheit nicht weiss, der ist bloß ein Dummkopf,
aber wer sie weiss, und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher !!!

Bertolt Brecht

WDR 6 Bildung
Tausend kleine Sachen, die gibt es überall zu sehen ...

Manchmal muß man fragen, um sie zu verstehen ...

Wer wie was ... wieso weshalb warum ... wer nicht fragt, bleibt dumm ...

WDR 6 Bildung

WDR 6 Bildung
 
Education is our passport to the future; it belongs to the people, who prepare for it today.
 
"Bildung ist unser Paß in die Zukunft, denn das Morgen gehört denen, die sich heute darauf vorbereiten."
 
Malcom X
 
www.WDR6.eu/UNITED
 
 

WDR 6 Hinweis
Artikel 5 Grundgesetz der BRD
Meinungs- und Pressefreiheit
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.


(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
 

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.


WDR 6 Pressefreiheit
www.Koeln.li/pressefreiheit.php
http://de.wikipedia.org/wiki/Bertelsmann
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Druck-_und_Verlagsgesellschaft
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.

Immanuel Kant  - Was ist Aufklärung (2 Seiten)


WDR 6 Aktuell
Die Staatsanwaltschaft hat nicht nur die zur Belastung, sondern auch die zur Entlastung dienenden Umstände zu ermitteln. Aus dieser Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft folgt auch, daß sie selbständig zu prüfen hat, ob gegen ein vom Gericht am Ende der Hauptverhandlung verkündetes Urteil ein Rechtsmittel - sei es zugunsten, sei es zuungunsten der Angeklagten - einzulegen ist.

Justizministerium des Landes NRW

WDR 6 Werbung
Die Gedanken sind frei ...
 

WDR 6 Kultur
Der Club der toten Dichter
Todd Anderson kommt zu Beginn des Schuljahres 1959 an die traditionsbewusste Welton Academy, ein konservatives Internat für Jungen im US-Bundesstaat Vermont. Der schüchterne, in sich gekehrte Todd besitzt keinerlei Selbstvertrauen und steht völlig im Schatten seines älteren Bruders, der einer der besten Absolventen der Schule war.

Ebenfalls neu an der Schule ist der Englischlehrer John Keating, selbst einst Schüler von Welton. Sein Unterricht verblüfft die Schüler schon in der ersten Stunde. Mit unkonventionellen Methoden fordert der Lehrer sie zu selbstständigem Handeln und freiem Denken auf. Da ihm die individuelle Förderung seiner Schüler sehr wichtig ist, ermutigt er beispielsweise Todd in den folgenden Wochen immer wieder, sich mehr zuzutrauen und seine Möglichkeiten auszuloten. Nur sehr allmählich gelingt es Todd, seinen eigenen Wert zu erkennen und Selbstvertrauen aufzubauen.

Keating vermittelt seinen Schülern die Welt der Literatur und der schönen Dinge des Lebens; sie sollen Poesie nachvollziehen und in sich selbst entdecken, anstatt sie nur als das zu wiederholen, was sie zuvor auswendig gelernt haben. Dazu gehört auch das Verfassen und Vortragen eigener Gedichte. Keating beruft sich dabei auf den Dichter Walt Whitman.

In einem alten Schuljahrbuch stoßen die Schüler auf Fotos von Keating und erfahren, dass er als Schüler dem sogenannten "Club der toten Dichter“ angehörte. Bei nächster Gelegenheit darauf angesprochen, erklärt Keating ihnen, worum es in diesem Club ging: Man traf sich in einer nahen ehemaligen Indianer-Höhle im Wald zur (geheimen und verbotenen) Würdigung leidenschaftlicher Poesie. Einige der Schüler beschließen daraufhin, den Club wieder ins Leben zu rufen. Sie schleichen sich nachts vom Gelände, treffen sich in der besagten Höhle, tragen einander Gedichte vor und genießen die Gemeinschaft jenseits der engen Mauern und starren Regeln der Schule. Zur Eröffnung jeder "Sitzung“ des Clubs wird traditionell, wie schon zu Keatings Zeiten, als Ritual ein Auszug aus Walden von Henry David Thoreau von allen Mitgliedern gemeinsam rezitiert.

Auf Keatings Ermutigung hin, das Leben selbst in die Hand zu nehmen, entdeckt der Schüler Neil Perry seine Leidenschaft fürs Theaterspiel, wobei er sich dem strikten Verbot seines Vaters widersetzt, der Neils Lebensführung bis ins Detail bestimmen will. In einer örtlichen Aufführung von Shakespeares Sommernachtstraum erhält Neil die Rolle des Puck und spielt sie mit großem Erfolg. Sein Vater aber hat inzwischen von dem Ungehorsam erfahren, zerrt seinen Sohn nach Hause und kündigt ihm an, ihn unverzüglich auf eine Militärakademie zu schicken. Als Neil einsehen muss, dass er keinerlei Gehör findet und weiterhin nur die Wünsche seines Vaters zu erfüllen hat, nimmt er sich noch in derselben Nacht das Leben.

Die Schulleitung macht Keating und dessen nonkonformistische Lehrinhalte für Neils Tod verantwortlich. Die Mitglieder des "Clubs der toten Dichter“ werden, um ihre eigene Haut zu retten, dazu gedrängt, wider besseres Wissen eine vorgefertigte Erklärung mit unwahren Behauptungen zu unterschreiben, die Keating die alleinige Verantwortung zuschreibt, so dass dieser die Schule verlassen muss.

Als Keating in der Schlussszene noch einige persönliche Dinge aus seinem Klassenzimmer holt und vom Schulleiter unhöflich zum sofortigen Verlassen des Raums aufgefordert wird, steigt Todd Anderson auf seinen Tisch und erweist dem scheidenden Lehrer, dem er so viel verdankt, vor der gesamten Klasse seinen Respekt, indem er ihm zum Abschied die von Keating bevorzugte Anrede "Oh Captain, mein Captain“ nachruft. Als Keating sich daraufhin noch einmal umwendet, schließen sich nach und nach weitere Mitschüler Todds Vorbild an, bis schließlich die halbe Klasse auf den Tischen steht, während der Schulleiter wütend durch die Reihen läuft und die Schüler vergebens lautstark zum Hinsetzen auffordert. Gerührt dankt Keating den Jungen und geht.



Das zentrale Thema des Films ist der Konflikt zwischen der konservativen Schulleitung und den nach Selbstentfaltung strebenden Jungen.

Die Leitideen des Welton-Internat Tradition, Ehre, Disziplin, Leistung (im engl. Original: Tradition, Honor, Discipline, Excellence) und deren Umsetzung sollen die Schüler zu beruflichem Erfolg führen und zur kommenden Elite machen. Dies wird durch einen strikten Lehrplan, hohe Anforderungen, harte Sanktionen bei Verweigerung und starke Einmischung von Eltern und Lehrern bei der Fächerwahl umgesetzt. Die Schule ist hiermit erfolgreich, was sich darin niederschlägt, dass ein hoher Anteil der Schüler später auf Universitäten der Ivy League studiert. Kritik hiergegen findet nur im Verborgenen statt, wo die Leitideen der Schule von den Schülern zu Travestie, Ekel, Dekadenz, Lethargie (Travesty, Horror, Decadence, Excrement) persifliert werden und die Welton-Akademie den Spitznamen Hellton-Akademie (engl. hell bedeutet Hölle) trägt.

Dieses Schema durchbricht Keating, der seine Schüler zu selbständig denkenden Menschen machen will und ihnen die Poesie als Ausdrucksform ihrer Individualität nahebringt. Er ermuntert sie, jeden Tag ihres kurzen, vergänglichen Lebens im Sinne des Horazischen Mottos Carpe diem! zu nutzen. Die Schüler beginnen, ihren bislang strikten Gehorsam zu hinterfragen, was letzten Endes zum Konflikt mit der Schulleitung führt.

Quelle: Wikipedia